Wandern im Herbst: Der Königsweg

Nebelverhangen liegen die waldbewachsenen Hügel vor dem kleinen Prignitzer Ort Sed-din in der morgendlichen Ruhe. Was sich inmitten dieser un-auffällig wirkenden ländlichen Idylle verbirgt und durch die ersten Sonnenstrahlen sichtbar wird, ist ein großes Geheimnis aus fernen Zeiten…

Der Königsweg

Die 8 km lange Wandertour führt vom Schloss Wolfshagen über das Örtchen Seddin mit dem Königsgrab zurück nach Wolfshagen. Für einen Pausenstopp bietet sich das Hotel und Restaurant am Schloss Wolfshagen an.

Informationstafel am KönigswegFoto: Archiv Tourismusverband Prignitz e.V./Markus Tiemann

Königsgrab Seddin

Der Weg steht ganz im Zeichen des bronzezeitlichen Königsgrabes von Seddin. Es ist einer von insgesamt sechs Zeitschätzen Prignitz. Das Königsgrab gilt mit seinen wertvollen Schätzen als die bedeutendste Grabanlage des 9. Jhd. v. Chr. im nördlichen Mitteleuropa. Eine wertvolle Amphore aus Bronze wurde in der Grabkammer gefunden. Sie enthielt die Asche eines mächtigen Seddiner Herren. Im Stadt- und Regionalmuseum Perleberg werden Kopien der Funde aus dem Grab und dessen Umgebung präsentiert. Ein ganzjährig zugänglicher Rundwanderweg führt um die Grabstätte, die sich über ca. 3.000 qm erstreckt. Kopien der Funde sind im Stadt- und Regionalmuseum Perleberg zu besichtigen.

Königsgrab SeddinFoto: Archiv Tourismusverband Prignitz e.V./Markus Tiemann

Schloss Wolfshagen

Doch wer sich einmal auf dem Weg befindet, sollte es auch nicht verpassen, dem Schloss Wolfshagen einen Besuch abzustatten. Im 1787 errichteten Gutshaus der Familie Gans zu Putlitz in Wolfshagen befindet sich heute ein Museum. Die historischen Räume im spätbarocken Schloss laden nicht nur zur Besichtigung ein, sondern werden auch für vielerlei Veranstaltungen, Konzerte, Lesungen genutzt und können für Feiern, Hochzeiten und Kaffeetafeln gebucht werden. Das Museum zeigt u. a. die 1945 untergegangene Welt des märkischen Landadels in wiederhergestellten Räumen mit Originalmöbeln, die Gutshausküche, die größte Sammlung von mitteleuropäischem unterglasurblau gemalten Porzellan, eine Textilsammlung und Objekte aus der zerstörten Gutskapelle.

Schloss WolfshagenFoto: Archiv Tourismusverband Prignitz e.V./Markus Tiemann