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Wittenberge

Wittenberge ist die größte Stadt der Prignitz. Für Wassersportler ist der Sportboothafen an der Elbe ein Rastpunkt.
Die Innenstadt vereint mittelalterliche Bausubstanz mit den reich verzierten Bauten aus Gründerzeit und Jugendstil.
An die alte Zeit erinnern das liebevoll sanierte Altstadt-Revier mit Steintor (13.-15. Jh.) und Stadtmuseum (1669). Empfehlenswert sind ein Aufstieg auf den Turm des Rathauses (1914), ein Bummel durch die Bahnstraße und der historische Stadtspaziergang. Wittenberge ist Ausgangspunkt der Gänsetour.

Seit 1851 quert in Wittenberge eine Eisenbahnbrücke die Elbe. Mit ihr begann die für Wittenberge entscheidende Zeit der Moderne. Salomon Herz, ein Berliner Kaufmann, gründete 1823 die Ölmühle (Großer Speicher von 1856) und beteiligte sich am Bau der Berlin-Hamburger bzw. Magdeburg-Wittenberger Eisenbahn (Bahnhof um 1850). Der Verkehrsknoten führte zur Ansiedlung von Industrien, erhalten ist bis heute das Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn (1875). Seit 1903 produzierte hier die US-amerikanische „Singer-Manufacturing-Company“ Nähmaschinen, der Singer-Uhrenturm (1928) ist heute ein Wahrzeichen der Stadt.

Auf dem Gelände der Alten Ölmühle finden jährlich die Elblandfestspiele - das internationale Festival der Operette und heiteren Bühnenkunst statt.

In Wittenberge ist die so genannte „Alte Burg“ das letzte erhaltene Zeugnis Jahrhunderte langer Stadtherrschaft der Edlen Herren Gans zu Putlitz. Die ursprüngliche Burg lag im Mittelalter allerdings etwa 2 km weiter östlich am Unterlauf der Stepenitz. Diese Burg wurde noch im 13. Jahrhundert in die unmittelbare Nähe des heutigen Stadtmuseums verlegt. Im Jahre 1669 wurde die neue „Burg“, das „Weiße Schloss“, als Wohnhaus in Fachwerkbauweise errichtet. Hier lebten die Wittenberger Stadtherren ein gutes Jahrhundert, bis sie im Jahre 1780 ihr Rittergut aufgrund erheblicher Verschuldung an die Familie von Kitscher veräußern mussten. 1817 gelangte die Alte Burg in städtische Hand, wurde dann an verschiedene bürgerliche Besitzer weiterveräußert, war Gärtnerei, Töchterschule, nach dem Krieg Wohnhaus und schließlich - seit 1971- städtisches Museum. Die Alte Burg ist nach ihrer Komplettsanierung das älteste erhaltene Herrenhaus in Fachwerkbauweise aus der Phase des Wiederaufbaus nach dem Dreißigjährigen Krieg in der Mark Brandenburg. Das noch bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts bestehende ländliche Umfeld eines ehemaligen Rittergutes hat sich allerdings in jener Zeit in eine zeittypische Straßen- und Wohnhauslage (Putlitz- und Quitzowstr.) verändert, übrigens eine für Wittenberge typische Situation zwischen Tradition und Moderne.

www.wittenberge.de

Veranstaltungen:

Elblandfestspiele www.elblandfestspiele.com

Stadt- und Hafenfest www.stadtfest-wittenberge.de