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Plattenburg

der Innenhof der Plattenburg | Foto: Hans-Rudlof Uthoff


Die Plattenburg ist die älteste Wasserburg Norddeutschlands und eine ehemalige Sommerresidenz der Havelberger Bischöfe. Die historischen Räume im "Bischofsflügel" der Plattenburg (Rittersaal und Halle) zählen zu den schönsten erhaltenen Zeugnissen künstlerischer Innenraumgestaltung der Spätrenaissance in der Prignitz. Zum hervorragenden Schmuck des Rittersaales gehören die prächtige Tür, die einzigartige Sandsteintreppe und der prunkvolle Kamin. Sie sind beachtliche handwerkliche Leistungen aus der Spätrenaissance und wurden von Burchard von Saldern in Auftrag gegeben.

Öffnungszeiten der Burg:

Führungen und Besichtigungen sind Samstags, Sonntags und Feiertags zwischen 11:00-16:00 Uhr möglich. Außerhalb der Öffnungszeiten können Führungen auch nach vorheriger Absprache durchgeführt werden.  

www.plattenburg.de

Jährlich findet am Wochenende vor Sommeranfang das Plattenburgspektakel statt. www.plattenburgspektakel.de

Kletzke
Noch heute zeugen die Reste der Burg in Kletzke von der wuchtigen stattlichen Anlage. Im Jahre 1375 gelangte die Herrschaft Kletzke an die von Quitzows und wurde deren Stammsitz. Cuno von Quitzow und seine Söhne, die bekannten Dietrich und Johann von Quitzow, waren die markantesten Vertreter dieser reckenhaften, aber auch unruhigen Familie. Das Geschlecht hatte hier eine feste, durch ihre Lage, gesicherte Burg. 1390 fand sogar eine Schlacht um die Burg statt. 1520 ließ Georg von Quitzow das heutige Schloss als Wasserburg erbauen, das im 19. Jahrhundert und 1931 stark umgebaut wurde. Die alte Burg verfiel und steht als malerische Ruine im Park.
Durch die reiche Innenausstattung mit der Herrschaft von Quitzow ist die Kirche ein wertvolles Zeitdokument. Die Westfront, der Eingang, zeigt drei gleich ausgebildete Portale in Renaissanceformen, die in Backstein und Putz etwas unbeholfen wiedergegeben sind. Zwischen den Portalen zwei Grabsteine der Quitzows. Links Grabstein für Christoph von Quitzow gestorben nach 1580 (aus der Generation VII). Eine lebensgroße Darstellung des verstorbenen mit Rüstung, die rechte Hand hält eine zierliche Streitaxt, die Linke den Knauf des Degens, alles umgeben von Helm- und Wappenschmuck.

Landschaftspark Hoppenrade
Der Landschaftspark Hoppenrade ist ein Zeugnis der Gartenkunst des 19. Jahrhunderts und als eines der wertvollsten Gartendenkmale der Prignitz anzusehen.
Eine erste Erwähnung Hoppenrades erfolgte schon im Jahre 1344. Im 16. Jahrhundert lag es jedoch wüst. Im Auftrage des Havelberger Domkapitels errichtete man 1729 ein kleines Vorwerk und 1747 eine Bauernkolonie, um die Bewirtschaftung der Gemarkung zu ermöglichen. 1750 entstand ein kleiner Haus- und Küchengarten am Vorwerk. Mit der Übernahme Hoppenrades 1795 durch den preußischen Amtmann Dr. med. Johann Paul Freyer aus Havelberg begann eine neue Entwicklung. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Garten in einen Park mit Karpfen- und Schwanenteich umgestaltet. Es entstand in Hoppenrade die Anlage eines englischen Landschaftsparks. Noch heute ist der Park zu allen Jahreszeiten eine Augenweide.