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Naturerlebnisroute per Rad

Naturerlebnispunkte

Tourverlauf: Folgen Sie per Rad oder per pedes den Wegweisern durch das Biosphärenreservat.

Abschnitt Dömitz – Lenzen

Vogelzug

1 Am Achterdeich

Vom Aussichtsturm Baarz haben Sie einen schönen Blick auf die Löcknitzniederung und die große Schmölener Wanderdüne. Auf den häufig überschwemmten Niederungswiesen balzen im Frühling Bekassinen, singen Braunkehlchen und Rohrsänger. Von März bis November lassen sich die überwinternden Kraniche beobachten. Zur Zugzeit rasten Tausende Gänse, Kiebitze sowie Wat- und Wasservögel auf den feuchten Wiesen.

Rastplatz am Brackwasser bei Besandten | Foto: Amt Bad Wilsnack/ Weisen

2 Brackwasser Besandten

Das Gewässer entstand einst bei einem Deichbruch, bei dem das hindurchbrausende Wasser eine Vertiefung ausspülte. Ein solches Gewässer nennt man landläufig ‚Brack’. Erleben Sie hier an einem idyllischen Rastplatz die Ruhe der Natur, lauschen Sie dem Froschkonzert im Teich und dem melodischen Ruf des Pirols aus dem benachbarten Wald.

Ausblick vom Rastplatz auf den Slawenvall bei  Kietz | Foto: Amt Bad Wilsnack/ Weisen

3 Slawenwall Kietz

Den Rastplatz in der Nähe des Ortes Kietz erreichen Sie am besten per Rad. Im angrenzenden Wald befand sich schon im frühen Mittelalter eine slawische Siedlung. Die Wallanlage ist heute noch zu erkennen. Am Rastplatz finden Sie Ruhe und Besinnung, im Frühjahr und Sommer untermalt vom Vogelkonzert des Waldes.

Eiseiche in Mödlich | Foto: Jochen Purps

4 Eiseiche Mödlich

Im Elbvorland nahe des Deiches bei Mödlich steht eine mehrere hundert Jahre alte Eiche. Ein Winterhochwasser mit scharfkantigen Eisschollen hat am Baum deutliche Spuren hinterlassen, die noch nach Jahren zu sehen sind. Hier erfahren Sie mehr über die Bedeutung der alten Bäume in der Aue für Tiere und Deiche.

5 Teichrosenfloß Lenzen

Dicht über der Wasseroberfläche treibt ein kleines Floß. Wie ein Seerosenblatt dümpelt es auf dem Wasser. Wagen Sie sich hinauf und lernen Sie die Welt der Schwimmblattpflanzen kennen. Bei klarem Wasser entdecken Sie Fische, Insektenlarven, Schnecken, Muscheln oder Algen, die Ihrem Blick bisher verborgen blieben

Abschnitt Rudower See

Vogelzug | Foto: Uwe Neumann

6 Aussichtsturm Rudower See

Haben Sie den Hügel nordöstlich des Rudower Sees erst einmal erklommen, lohnt sich der Blick vom Aussichtsturm auf die lang gezogene Einbruchsenke des Gorlebener Salzstockes, in der das Rambower Moor und der Rudower See liegen. Im Herbst und im Winter fliegen hier am frühen Abend zu Tausenden Gänse zu ihren Schlafplätzen auf dem See ein.

 

Ausblick vom Aussichtsturm auf das Rambower Moor

7 Rambower Moorblick

Vom Aussichtsturm unterhalb des Dorfes Rambow überblicken Sie die artenreichen Feuchtwiesen des Rambower Moores. Breite Schilfzonen umsäumen die Seefläche. Vogelarten wie Bekassine, Bartmeise oder Feld- und Schlagschwirl finden hier einen ungestörten Lebensraum. Das flache Wasser des Rambower Sees wird im Spätherbst von Gänsen und Kranichen zu Tausenden als Schlafplatz genutzt. Besuchen Sie den Turm kurz vor Sonnenuntergang.

Abschnitt Lenzen - Wittenberge

Qualmwasser

8 Qualmwassersteg Lenzen

Nicht weit entfernt vom Fähranleger bei Lenzen führt ein Steg in eine wechselfeuchte Qualmwasserzone. Bei Hochwasser sickert das Wasser unter dem Elbdeich hindurch und überstaut binnendeichs weite Flächen. Auf Eichenpfählen balancieren Sie – je nach Wasserstand – über ausgetrocknete Senken, feuchte Röhrichte oder aber offenes Wasser zu einer Aussichtsplattform. Ein Balanceakt ist bei hohen Wasserständen zu vollführen! Dann aber sind „Spezialisten“ zu entdecken: Rotbauchunken und urtümliche Kiemenfußkrebse.

Blick auf den Grenzturm bei Lenzen | Foto: brainworkers & more

9 Grenzturm

Zwischen Lenzen und Lütkenwisch steht direkt am Deich ein ehemaliger Grenzturm. Ein Mahnmal, das an die Zeit der deutschen Teilung erinnert. Damals trennte die Menschen diesseits und jenseits der Elbe ein hoher Gitterzaun auf dem Deich. Schliessen Sie sich einer Führung der Naturwacht an, und Sie können dieses Relikt der jüngsten deutschen Geschichte besichtigen.

Holzsteg mit Bank in die Weichholzaue bei Cumlosen | Foto: Amt Bad Wilsnack/ Weisen

10 Weichholzaue Cumlosen

Am Rande von Cumlosen wächst ein Wald, dem das Wasser oft bis zum Hals steht. Auf einem Steg können Sie auch bei leichtem Hochwasser in diesen Lebensraum hineinspazieren und auf einer Bank rasten. Erfahren Sie, was Hochwasser für die Bäume bedeutet und welche tierischen Bewohner die Aue bevölkern.

Abschnitt Wittenberge – Rühstädt – Havelberg

Blick vom Elbufer | Foto: Amt Bad Wilsnack/ Weisen

11 Elbufer bei Wittenberge

Von einem Aussichtsturm am Elbufer haben Sie eine Aussicht auf die Elbe und ihre Ufer. Nahe des großen Stroms wachsen verschiedene Baumarten. Betrachten Sie die markanten Wuchsformen der einzelnen Baumarten in der Umgebung, sehen und fühlen Sie die Unterschiede in der rauen Borke von Eiche, Esche und Ulme.

Sandstrand an der Elbe | Foto: Stefan Jansen

12 Fähranleger Wahrenberg

Die frühere Fährverbindung über die Elbe zwischen Wittenberge und Wahrenberg gibt es schon lange nicht mehr. Heute fließt der Verkehr über die nahe gelegenen Brücken. Sie finden hier einen der schönsten Sandstrände an der brandenburgischen Elbe mit vielen interessanten Bewohnern.

13 Biotop am Ortsrand Weisen

Am Rand des Ortes Weisen wurde ein neuer Weiher mit einem idyllischen Rastplatz angelegt. Beobachten Sie die Tierwelt am Wasser, wie Frösche und Libellen, und genießen Sie den weiten Blick in die Stepenitzniederung.

Deichvorland bei Schadebeuster | Foto: Stefan Jansen

14 Deichvorland Schadebeuster

Durch das Naturschutzgebiet können Sie im Deichvorland bei Schadebeuster bis ans Elbufer spazieren. Werfen Sie einen Blick auf den breiten Elbstrom und das andere Ufer, das schon zum Land Sachsen-Anhalt gehört. Wenn Sie eine Weile ruhig verweilen, können Sie verschiedene Vögel beobachten, wie Greifvögel, Enten und Watvögel.

Blick auf die Kopfweidetreppe | Foto: brainworkers & more

15 Kopfweidentreppe

In der Niederung zwischen den Orten Garsedow und Hinzdorf stehen uralte Kopfweiden. Am Rande eines Brackwassers führt eine Treppe hinauf in die Krone eines alten Baumes. Von oben bieten sich Ihnen ganz neue Einblicke in die Welt einer vermodernden Weidenkrone. Befühlen Sie die stattlichen Gänge des Weidenbohrers. Seine Raupe wird im Laufe von 4 Jahren bis zu 10 cm lang.

Kraniche im Hinzdorfer Wehl | Foto: Dieter Damschen

16 Beobachtungskanzel Hinzdorf

Unbemerkt von den Wasservögeln können Sie die Beobachtungskanzel am Hinzdorfer Wehl erreichen. Verfolgen Sie aus dem Versteck die Balz des Höckerschwans oder die turbulenten Revierkämpfe der Blässralle. In der Ufervegetation werden Sie vielleicht deren schwimmendes Nest entdecken.

Blick auf die Elbe bei Bälow

17 Bälower Elbblick

Lassen Sie sich beeindrucken von der Weite einer ursprünglichen Flusslandschaft! Die Wiesen des Bälower Vorlandes sind durchzogen von Altwassern und Haken. Trockenrasen, dornige Hecken und einzeln stehende Ulmen und Eichen bilden ein Mosaik verschiedenster Lebensräume. Ganz gleich, ob Niedrig- oder Hochwasser, die Schönheit dieser Landschaft und das Spiel der Wolken beeindrucken.

Schloss Rühstädt | Foto: brainworkers & more

18 Waldkonzert Schloss Rühstädt

Lieben Sie den Gesang großer Solisten? Dann kommen Sie im Schlosspark von Rühstädt ganz sicher auf Ihre Kosten.Strecken Sie sich auf unseren Liegebänken aus und lauschen Sie den vielfältigen Stimmen: dem perlenden Gesang des Rotkehlchens, dem tiefen Bass des Kolkraben, dem Schluchzen der Nachtigall.

19 Fotopunkt Rühstädt

An einer alten Scheune haben Sie von einer Plattform aus einen wunderbaren Rundblick über das Storchendorf Rühstädt, in dem über 30 Paare des Weißstorchs ihre Horste haben. Begegnen Sie den Störchen auf Augenhöhe. Blicken Sie in ihre Kinderstube. Erleben Sie den regen Flugverkehr über den Dächern.

Abschnitt Abbendorf – Bad Wilsnack – Plattenburg - Quitzöbel

20 Auf dem Mitteldeich

Zwischen der Elbe und dem Gnevsdorfer Vorfluter, dem verlängerten Havellauf, bewegen Sie sich auf einer Insel. Am besten kommen Sie mit dem Rad von Gnevsdorf oder von Quitzöbel hierher. Von einem Aussichtsturm sehen Sie Wiesen, Uferbäume und Wasser. Das ganze Jahr über sind hier viele Vögel zu sehen und zu hören. Am beeindruckendsten sind von Herbst bis Frühjahr die nordischen Gänsescharen.

Lennewitzer Eiche

21 Lennewitzer Eichen

Vom Aussichtsturm blicken Sie auf den künstlichen Havel-Umfluter und das weite Vorland der Elbe. Nach der Verlegung der Havelmündung stromabwärts wurde das schmale Landstück entlang des Stroms vom Hinterland abgeschnitten. Einst stand hier ein dichter Wald, heute sind nur noch Reste davon vorhanden. Durch Einstellung der Nutzung und Nachpflanzung soll hier wieder neuer Auenwald entstehen. Der Elbe-Biber hat dieses Reich schon für sich entdeckt.

Binnendüne bei Quitzöbel | Foto: Stefan Jansen

22 Binnendüne Quitzöbel

Die Binnendüne bei Quitzöbel ist die größte Düne an der brandenburgischen Elbe. Auf einem kleinen Rundweg erleben Sie karge Vegetation und offene Sandflächen als Kontrast zu den grünen Wiesen und Wäldern des Elbetals und erfahren auch einiges über die Tierwelt dieses extremen Lebensraums.

Blick vom Mühlenberg bei Gross Leppin auf ein Rapsfeld | Foto Stefan Jansen

23 Mühlenberg Gross Leppin

So hoch hinaus wie auf dem alten Mühlenberg kommen Sie in der Prignitz selten. Hier wurde ein Aussichtsturm errichtet, der einen guten Rundblick auf die weite Kulturlandschaft, das Dorf Groß Leppin, die ehemalige Sandgrube, die Plattenburger Teiche und die Plattenburg im Hintergrund ermöglicht.

Blick vom Aussichtsturm bei Klein Leppin auf ein Mohnfeld | Foto: Hans-Rudolf Uthoff

24 Aussichtsturm Klein Leppin

Abgelegen am Rande einer Lichtung zwischen Glöwen und Klein Leppin blicken Sie in eine typische Prignitzer Feldmark. Fuchs und Hase sagen sich hier gute Nacht. Im nahen Wald brütet der Rotmilan. Im Frühjahr hören Sie seinen melodischen Flugruf.