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Flusslandschaft an der Elbe

  • Die Mittelelbe ist Deutschlands einziger Sandstrom. Sedimente schieben sich mit den Fluten vorwärts und verändern ständig das Bild des Flusses ebenso wie der alljährliche Hochwasserrhythmus. Über die Jahrhunderte entstand ein Mosaik verschiedenster Lebensräume.

  • Auf engstem Raum finden sich Pflanzen und Tiere, die völlig unterschiedliche Lebensbedingungen benötigen, an extreme Nässe oder extreme Trockenheit angepasst sind, in den Senken, Flutrinnen, verlandenden Altarmen oder Binnendünen.

An der Elbe bei Lenzen | Foto: Corporate Art
An der Elbe bei Lenzen | Foto: Corporate Art
Günse | Foto: Uwe Neumann
Günse | Foto: Uwe Neumann

UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg

Beiderseits der deutsch-deutschen Grenze war die Elbaue lange nicht zugänglich. Hier überlebten seltene Tier- und Pflanzenarten, und die weiten Auen an der Elbe, Deutschlands drittgrößtem Strom, blieben unzerstört. Das 533 km² große Gebiet gehört seit der Wende zum Land Brandenburg. Es erstreckt sich auf 74 Flusskilometer am östlichen Elbufer von der Havelmündung bis kurz vor Dömitz, das bereits in Mecklenburg liegt. Seit 1998 gehört der brandenburgische Teil der Elbaue zum UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe.

Sitz der Biosphärenreservatsverwaltung ist Rühstädt. Hier und auf der Burg Lenzen können Sie auch die Exkursionsangebote der Naturwacht und des NABU Brandenburg nutzen.
Das UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg zählt zu den größten touristischen Attraktionen Brandenburgs.

Sonnenaufgang | Foto: Corporate Art
Vogelzug | Foto: Uwe Neumann

Entlang der Elbe wurde 23 besondere Naturerlebnispunkte eingerichtet. Diese "Haltepunkte Natur" laden ein zum Staunen, Beobachten und Entspannen.

Beschreibung der Haltepunkte

Störche im August | Foto: Kathleen Awe
Beim Storchenfeierabend
NABU-Besucherzentrum

Die Weißstorchpopulation im Europäischen Storchendorf Rühstädt ist mit bis zu 33 Brutpaaren pro Jahr die größte Deutschlands und Mitteleuropas. In den Storchennestern auf den Dächern des Dorfes werden jedes Jahr die Jungen vor den Augen der vielen Neugierigen aufgezogen, die das Dorf zur Storchensaison besuchen.

Die Rühstädter Störche sind sogenannte "Ostzieher", die über den Bosporus, die Türkei und den Nahen Osten in Richtung Afrika ziehen. Viele Störche fliegen bis Südafrika (ca. 20.000 km Wegstrecke pro Richtung), wofür sie ca. zwei bis 3 Monate brauchen. Die ersten Störche kehren Anfang April aus Afrika zurück und beginnen sofort mit dem Nestbau und der Balz.

Die Nahrungsgebiete der Weißstörche befinden sich im Grünland rund um Rühstädt. Bei Rad- und Wandertouren lassen sich die Störche deshalb hervorragend beobachten. Von Mitte Juli bis Anfang August, wenn die Jungen flügge sind und die Störche gen Süden fliegen, suchen ca. 100 bis 120  Störche auf den Wiesen ihr Futter, das vorwiegend aus Amphibien, Insekten und anderen Wirbellosen Tieren (z.B. Würmern) besteht.

Im gesamten Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe - Brandenburg gibt es etwa 100 Brutpaare. Auch in vielen Prignitzer Orten außerhalb des Biosphärenreservats nisten Störche.

Im NABU-Besucherzentrum Rühstädt ist viel Wissenswertes über die Großvögel in der Ausstellung "Weltenbummler Adebar" zusammengetragen. Eine Live-Schaltung zum Storchennest auf dem Dach ermöglicht den direkten Einblick ins Familienleben der Storchenfamilie.

Kraniche im Winter | Foto: Dieter Damschen

Vogelparadies an der Elbe

Die Prignitz ist bekannt für ihre Störche, aber auch andere Großvögel lassen sich im Herbst und im frühen Frühjahr in der weiten Elbelandschaft nieder. Bis zu 4.000 Kraniche und zwischen 50.000 und 100.000 Saat- und Blessgänse, Zwerg und Singschwäne werden hier gezählt. Fisch- und Seeadler kreisen über die Elbtalaue. 

 

Allgemeine Informationen

Direktlinks zu den Kreisen, Städten und Gemeinden der Prignitz:
 
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