Renaissanceschloss Demerthin
Schloss Demerthin wurde 1604 vollendet. Es ist das letzte im Originalzustand erhaltene Renaissanceschloss im Norden der Mark Brandenburg.
Vom 15. Jh. bis 1945 war die Familie von Klitzing Lehnsherr des Dorfes Demerthin. Die Gutsanlage besteht aus Schloss, Wirtschafts- und Wohngebäuden, Resten einer Parkanlage mit altem Baumbestand und einem Ahnenfriedhof.
Das Schloss ist ein zweigeschossiger Putzbau mit einer großen Diele und einem vorgelagerten Treppenturm mit Wendeltreppe. Diese Bauweise ist typisch für ländliche Herrenhäuser aus der Zeit vor dem 30jährigen Krieg.
Wenn man die 108 Stufen der Treppe des Turms erklommen hat, bietet sich eine weite Aussicht ins Land. Jeweils drei Zwerchhäuser auf der Gartenseite und der
Hofseite des Schlossdaches täuschen ein drittes Geschoss vor, obwohl es sich eigentlich um Dachgauben handelt.
Das Schloss befindet sich noch in der Restaurierung. Im Erdgeschoss ist bäuerlicher Hausrat ausgestellt, der von Prignitzer Bürgern gestiftet wurde. Eine weitere Ausstellung erzählt die Geschichte des Schlosses und der Familie von Klitzing. Im Obergeschoss sind wechselnde Kunstausstellungen zu besichtigen.
Die Dorfkirche stammt aus dem 15. Jh., der Backsteinaufsatz des Turms ist von 1896/97. Im Inneren der Kirche wurden 1968 eindrucksvolle Wandmalereien aus dem 15. Jh. freigelegt. Der barocke Kanzelaltar (um 1700) ist reich geschnitzt. In der Kirche befindet sich Patronatsgestühl mit einer Inschrift von 1604 und ein Epitaph für E. von Klitzing von 1669.
Das 1604 entstandene Sandsteinportal des Schlosses wurde 2003 restauriert.
Akanthusornamente zieren die Eichentür. Die Wappentafel über der Tür zeigt links das Wappen der Familie von Klitzing und rechts das Wappen der Familie von Oppen. Unter den Wappen gibt eine Schrifttafel Auskunft über die Bauherrin des Schlosses, Kaetha von Klitzing und ihren verstorbenen Ehemann Andreas von Klitzing.
Seite der Familie von Klitzing
