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Bad Wilsnack

Im Mittelalter war Bad Wilsnack ein wahrhaft europäischer Ort. Grund dafür war ein Wunder. 1383 brandschatzte Ritter Heinrich von Bülow das Dorf Wilsnack. In den Trümmern fand man drei unversehrte Hostien, die mit Blutstropfen bedeckt waren. Dieses Hostienwunder ließ die Stadt schnell zu einem bedeutenden Wallfahrtsort werden. Unzählige Gläubige pilgerten in der Zeit von 1383 bis 1552 in die Stadt, um Heilung zu suchen und sich ihrer Sünden zu entledigen. Das Bistum und die Stadt erzielten bedeutende Einnahmen durch den Pilgerstrom, so dass die mächtige Wunderblutkirche errichtet werden konnte.
Der erste reformierte Pfarrer Wilsnacks verbrannte 1552 die Wunderbluthostien und beendete so die Wallfahrten. Auch wenn er dafür in der Plattenburg eingekerkert wurde – Wilsnack verlor seine Bedeutung und wurde zu einem kleinen Ackerbürgerstädtchen.
Vom historischen Wallfahrtsort blieb die mächtige Wunderblutkirche St. Nikolai mit dem Wunderblutschrein erhalten.

Von Berlin-Spandau nach Bad Wilsnack führt heute ein Pilgerweg, ausgeschildert mit dem Wilsnacker Pilgerzeichen.
Mehr dazu unter www.wunderblutkirche.de und www.wege-nach-wilsnack.de

Seit 1907 hat Wilsnack wieder Gäste, die Heilung suchen - es wurde heilkräftige Moorerde entdeckt und heute ist die Stadt ein beliebtes Thermalsole- und Moorheilbad mit Thermalbad, Gradierwerk und Kurzentrum.

Weisen

Kirche, alte Windmühle, Naturerlebnispunkt Biotop

www.bad-wilsnack.de