Qualitative Verbesserung des überregionalen Radwegenetzes im Landkreis Prignitz

- Investition in Ihre Zukunft
Prignitzer Beschäftigungsmaßnahme:
Projekt Qualitative Verbesserung des überregionalen Radwegenetzes im Landkreis Prignitz
Laufzeit 1.7 - 31.12. 2010
5 Teilnehmer
Fernradwege im Amt Bad Wilsnack/ Weisen, der Gemeinde Plattenburg und der Gemeinde Groß Pankow
gefördert durch Zuwendungen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Umsetzung der Förderung „Beschäftigungsperspektiven eröffnen - Regionalentwicklung stärken“ - Regionalbudget III – und im Rahmen der Richtlinie zur Durchführung von Maßnahmen des Projektes Regionalbudget im
Landkreis Prignitz
sowie aus Mitteln des Service für Arbeit Prignitz
Laufzeit 1.2 - 30.4. 2010
3 Teilnehmer
Fernradwege im Amt Bad Wilsnack/ Weisen, der Stadt Perlebergund im Amt Putlitz-Berge
gefördert durch Zuwendungen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Umsetzung der Förderung „Beschäftigungsperspektiven eröffnen - Regionalentwicklung stärken“ - Regionalbudget III – und im Rahmen der Richtlinie zur Durchführung von Maßnahmen des Projektes Regionalbudget im
Landkreis Prignitz
Ziele:
Schwerpunkt der touristischen Entwicklung der Prignitz ist das Radwegenetz. Dessen Qualität entscheidet über die Attraktivität der Region für Touristen und über die Entwicklung touristischer Angebote in der Region. Im Marketing spielen die Fernradwege mit überregionaler Anbindung eine große Rolle, insbesondere in den gemeinsamen Aktionen des Landesmarketings.
Im überregionalen Wettbewerb kann die Region nur bestehen, wenn die Radwege den Ansprüchen der Touristen entsprechen. Dazu gehören neben dem bautechnisch idealen Weg auch Naturgenuss, Halte- und Pausenpunkte in angenehmen Abständen oder besondere Erlebnisse am Wegesrand durch Tierbeobachtungen, Sichtachsen auf landschaftlich attraktive Ausblicke oder kulturelle und gastronomische Angebote. Erst das Gesamtbild eines attraktiven Radel-Erlebnisses in der Region führt zu zufriedenen, wiederkehrenden Touristen und höheren Besucherzahlen und damit positiven wirtschaftlichen Auswirkungen.
Die Maßnahme zielt darauf ab, für die Erhaltung und Verbesserung der Radwege Beispiele zu schaffen, Handlungsempfehlungen zu erarbeiten und in der Umsetzung zu prüfen, die besonders diese touristischen Schwerpunkte und Sichtweisen berücksichtigen. Durch eine Dokumentation in geeigneter Form sollen Gemeinden und Städte bei der Planung der Erhaltung der Wege unterstützt werden, so dass langfristig und nachhaltig nicht nur rein bautechnische sondern auch touristische Belange in die Planungen einbezogen werden können. Dazu sind konkrete Umsetzungen des ermittelten Handlungsbedarfs, soweit er nicht durch Pflichtaufgaben der Gemeinden geregelt ist, Bestandteil der Maßnahme, um Aufwandsermittlungen und Kosten- sowie Zeitabschätzungen vornehmen zu können. Die Radwege sollen langfristig einer Zertifizierung unterzogen werden, um mit der hervorragenden Qualität werben zu können.
Das Fernradwegenetz der Region wurde durch verschiedene Maßnahmen gefördert und ist in landes- und regionsübergreifende Konzepte eingebunden.
Im Rahmen der Projektarbeit wurden Arbeiten in folgenden Bereichen vorgenommen: Amt Bad Wilsnack/ Weisen, Gemeinde Plattenburg und Gemeinde Groß Pankow
Aufgaben:
1. Ermittlung und Festlegung von fahrradgerechten Entfernungen im mehrtägigen touristischen Fern- und Reiseverkehr
- Dienstleistungsstruktur im Entfernungsbereich zwischen 10 und 30 km für längere Fernradtouren
- Ermittlung des Streckencharakters zur Festlegung der sozialen Sicherheit im Fernradverkehr
- Zubringerstandorte für Fahrradtourismus im Umfeld der Radwegestrecken, Bahnhöfe, andere öffentliche Haltestellen in der vorhandenen Infrastruktur
- Erfassung der vorhandenen Anforderungen für Nutzergruppen im touristischen Fernradwanderweg und Hinweise zur Qualitätsverbesserung
- Fernradwanderwegerouten mit Querschnittsangaben und Wegeoberflächenerfassung
- Einmessung von Radwegestrecken und Ermittlung von schlechten Wegestrecken mit Verbesserungshinweisen und Kostenermittlungen (2,50 m als Regelquerschnitt, 1,60 m – 2,00 m als unterste Grenze zur Radwegenutzung)
- Ermittlung von Bereichen mit Doppelnetzung im Fernradwanderwegeverlauf mit Hinweisen zum klassifizierten Straßennetz mit Verkehrsangaben und Sicherheitsvorgaben
- Erfassung von Fahrbahnoberflächen im Rahmen der Qualitätsverbesserung der Fahrbahnanforderungen im Radverkehr
- Festlegung von Unterhaltungsintervallen für die Gewährleistung einer kostengünstigen Unterhaltung
- Erfassung der vorhandenen Naturschutz- und Umweltschutzmerkmale wie Alleen, Biotope und besondere Waldgebiete in vorhandenen Fernradwanderwegenetz mit Hinweisen zu den Anforderungen an Ausstattungen für Radwegerastanlagen.
2. Qualitätsverbessernde Arbeiten im überregionalen Fernradwanderwegenetz mit Hinweisen zur Qualitätssicherung
- Herrichtung von Verziehungen zur Verbesserung des Fahrverhaltens bei Querschnittsänderungen im Wegestreckenverlauf
- Herrichtung von Überquerungsstellen und Seitenwechsel außerhalb von Knotenpunkten
- Schaffung von Sichtdreiecken bei Straßenquerungen von Radwegen zum klassifizierten Straßennetz
- kleine Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung bei Fahrbahnoberflächenwechsel im Trassenverlauf der Fernradwanderwege
- Festsetzung von notwendigen Ausweichstellen und Herstellen einzelner an besonderen Stellen mit höherem Fahrrad-Begegnungsverkehr
- Herstellen und Erfassung von Entwässerungsproblemen zur Gewährleistung der Qualitätssicherung des Fernradwanderwegenetzes.
Verlauf und Ergebnisse
Auf den Teilstrecken der Fernradwege Elberadweg, Tour Brandenburg, Elbe-Müritz-Rundweg, Bischofstour und Gänsetour wurden modellhaft Maßnahmen zur Verbesserung der Wegequalität vorgenommen. Dazu gehören die Beseitigung von Abbruchkanten, Wegeunebenheiten und Wasserableitungen sowie die Schaffung von Sichtachsen und Lichtraumprofilen. Schilder wurden gesäubert und bei Bedarf neu aufgestellt. Rastplätze wurden verbessert und mit Sitzgelegenheiten versehen.
Aus der Erfassung der Wegequalität wurden Empfehlungen zur Verbesserung der Wartung der Wege gegeben, Problemstrecken ermittelt und die Grundlage für die Abschätzung des Aufwands geschaffen.
Außerdem wurde eine Liste der vorhandenen Schilder erstellt, die mit Hinweisen auf Optimierungsmöglichkeiten versehen wurde.
Für die Gemeinden wurde jeweils ein Hefter mit den Landesvorgaben und den im Projekt ermittelten Daten zusammengestellt.
Im 2. Teil des Projektes lag der Schwerpunkt der Arbeiten in der Übung der in Schulungen erworbenen Fähigkeiten der Mitarbeiter (Arbeiten mit Motorsägen und Hubbühnen) sowie in den noch nicht bearbeiteten Bereichen der Fernradwege Elberadweg, Elbe-Müritz-Rundweg, Tour Brandenburg, Bischofstour und Gänsetour.
